Pfeiffersches Drüsenfieber und Nebennierenschwäche

Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose) ist eine typische Erkrankung bei Nebennierenschwäche. Bei Untersuchungen von Patienten mit schwerer Nebennierenschwäche und dementsprechender chronischer Erschöpfung zeigt sich überragend oft nicht nur eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), sondern auch die Unfähigkeit des Körpers mit diesem Virus umzugehen. Erst der andauernde Kampf des Immunsystems mit dem EBV führt zu einer Nebennierenschwäche.

Zwar haben wir eine weltweite Durchseuchung mit dem Epstein-Barr-Virus von 98% ab dem Jugendalter (daher auch der Name Kusskrankheit), aber nicht jeder Virusträger bildet auch das Pfeiffersche Drüsenfieber aus.

Typische Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers:

  • Halsschmerzen (Angina)
  • Lymphknotenschwellung
  • Milzschwellung
  • Eventuell Leberschwellung
  • Schweres Erschöpfungsgefühl
  • Sowie allgemeine „Grippesymptome“ wie Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Appetitlosigkeit, Nachtschweiß etc.

Es wird sogar gesagt, dass nur 10% der Weltbevölkerung in der Lage sind den EBV als Pfeiffersches Drüsenfieber in seiner typischen Form zu entwickeln. Diesen Menschen macht der Virus besonders Probleme. Aber auch anderen Menschen, die nie „bewusst“ Mononukleose hatten, kann der Virus Probleme bereiten.

Denn die Nebennieren versuchen bei chronischen Infektionen häufig die Ausbildung der Symptome durch eine erhöhte Kortisolausschüttung zu verhindern. Kortisol unterdrückt das Immunsystem, bzw. die Ausprägung von Entzündungsvorgängen (Schwellung, Rötung etc.). Auf diese Weise werden die Nebennieren über Monate und Jahre übermäßig beansprucht. Bei Überbeanspruchung der Nebenniere erschöpft sich die Fähigkeit der Nebenniere Kortisol zu bilden. Eine Nebennierenschwäche oder Nebennierenerschöpfung stellt sich ein.

Zu hohe oder zu niedrige Kortisolwerte führen nun wieder dazu, dass das Immunsystem sich nicht mehr um seine eigentliche Aufgabe kümmern kann, nämlich die Bekämpfung pathogener Keime wie Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze.

Dadurch gerät der Körper in eine Abwärtsspirale, denn die nun übermächtigen Keime verursachen nun an vielen Stellen im Körper Schäden. Gerade der Epstein-Barr-Virus setzt sich gerne in der Milz oder Leber fest. Durch eine geschwächte Leberleistung kann zu Sekundärproblemen wie eine mangelnde Entgiftungskapazität kommen.

Auch der übrige Hormonstoffwechsel wird durch eine mangelhafte Leberfunktion erheblich beeinträchtigt. Östrogene werden nicht mehr richtig abgebaut, wodurch es zu einer Östrogendominanz kommt. Die Schilddrüsenleistung ist ebenfalls an eine gut funktionierende Leberfunktion gekoppelt.

Auf diese Weise kommt es bei einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus manchmal zu andauernder chronischer Erschöpfung. Die Erkrankung wird nie richtig ausgeheilt.

Aus der Sicht der konventionellen Medizin („Schulmedizin“) wird das Pfeiffersche Drüsenfieber nur in Extremfällen medikamentös mit sogenannten Interferonen behandelt. Da diese nicht unerhebliche Nebenwirkungen aufweisen, wird meist von einer Interferonanwendung abgesehen. Damit ist die einzige Behandlung der Mononukleose meist Bettruhe.

In der Naturheilkunde finden sich jedoch alternative Behandlungsansätze, z.B. die Mikroimmuntherapie oder die „indirekte“ Behandlung des Immunsystems durch eine Stärkung der Nebennieren und der übrigen Hormone.

Nichtsdestotrotz stellt das Pfeiffersche Drüsenfieber ein Hindernis bei der Behandlung der Nebennierenschwäche oder Nebennierenerschöpfung dar.

Auch andere Keime sind, ähnlich wie der EBV, besonders oft bei Untersuchungen von Patienten mit Nebennierenschwäche zu finden. Hier handelt es sich um andere Vertreter der „Herpesfamilie“ wie Zytomegalie oder Herpes Zoster sowie um Bakterien wie Borrelien oder Chlamydien.