Jod-nicht nur bei Schilddrüsenunterfunktion wichtig!

Jod ist ein überragend wichtiges Element für die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3). Daher wird in Deutschland und anderen Ländern der Welt z.B. das Speisesalz mit Jod versetzt. Jod soll so die Bildung einer Struma, bzw. eines Kropfes verhindert werden, der aus einer unteraktiven Schilddrüse entsteht.Dabei kann Jod noch viel, viel mehr!

  • Jod ist eine herausragende antivirale, antimikrobielle und antimykotische Substanz, weswegen es schon vor Jahrhunderten zur Desinfektion verwendet wurde. Diese Funktion über Jod auch im inneren unseres Körpers aus, sodass Menschen, die unter chronischen Infekten leiden, möglicherweise einen Jodmangel haben.
  • Jod ist am Zuckerstoffwechsel beteiligt. Sowohl Patienten, die an Diabetes Mellitus oder dem metabolischen Syndrom leiden als auch jene, die mit Unterzuckerung kämpfen, könnten an einem Jodmangel leiden.
  • Jod schützt die Schilddrüse vor radioaktiver Belastung. Im Katastrophenfall teilt die Regierung Jodtabletten aus, sodass die Schilddrüse nicht von radioaktivem Jod besetzt wird. Leider sind auch Menschen fernab von nuklearen Katastrophen durch Strömungen der Gewässer und Winde solchen Gefahren bis zu einem gewissen Grade ausgesetzt.
  • Jod ist auch für die Gesundheit der weiblichen Brust, der Eierstöcke und der Hoden sehr wichtig. Jegliche Form von Zysten (Gebärmutter, Brust, Eierstöcke, also auch PCOS) sowie Fibrosierungen der Brust haben einen Bezug zum Jodmangel.
  • Jodmangel ist sehr wahrscheinlich an der Entstehung mancher Brustkreabsarten beteiligt. Eine angemessene Jodversorgung kann damit bei der Heilung von Brustkrebs ein wichtiker Faktor sein.
  • Jodmangel führt zur Besiedlung des Körpers mit anderen Elementen der Halogenfamilie wie Chloride, Bromide und Fluoride.
  • Jodmangel begünstigt eine Anreicherung von Schwermetallen wie Quecksilber, nicht nur in der Schilddrüse
  • Eine Sättigung des Körpers mit Jod kann damit ein sehr wichtiger Faktor bei der Schwermetallausleitung sein, wie bei der Entgiftung von Chloriden, Bromiden und Fluoriden.
  • Durch seine herausragende Rolle in vielerlei Stoffwechselvorgängen hat Jod auch einen erheblichen Einfluss auf das Nervensystem. Am Anfang des 20. Jh. war die beruhigende Wirkung auf hyperaktive Kinder und nervöse und erschöpfte Erwachsene bekannt.

Wichtig zu wissen ist bei dem Thema Jod und Jodmangel, dass die Empfehlungen zur Jodeinnahme darauf gerichtet sind die Bildung eines Kropfes zu verhindern, nicht aber Beispielsweise die Entstehung von Brustkrebs. Es ist nicht bekannt, welche Menge an Jod zur Gesunderhaltung des Körpers notwendig ist.

Weltweit liegt die empfohlene Tagesdosis an Jod zwischen 100 bis 200 µg/l täglich. Japaner beispielsweise nehmen jedoch durchschnittliche 12 mg täglich zu sich, soweit sie sich traditionell algenreich ernähren. Damit nehmen diese durchschnittlich 60 Mal mehr Jod ein als die empfohlene Tagesdosis. 

Dabei hat sich herausgestellt, dass nur Dosierungen, die weit über der empfohlenen Tagesdosis liegen, zuverlässig die Entgiftung anregen und heilend bei zystischen Vorgängen sowie Brustkrebs wirken.

Jod kann im Blut sowie im Urin nachgewiesen werden. Allerdings kann nur mit einem 24-Stunden Urintest mittels vorheriger Jodgabe die Sättigung des Körpers mit Jod ermittelt werden (Jod Sättigungstest, Iodine loading test). Diese sollte bei 90 % liegen. Dr. Brownstein, ein Arzt der in seiner Praxis sehr erfolgreich Patienten mit Jod behandelt, hat durch Tests herausgefunden, dass ca. 95% seiner Patienten diese Sättigung nicht aufweisen konnten.

Bisher wurde angenommen, dass höhere Joddosen die Schilddrüse zum erliegen bringen durch den sogenannten Wolff-Chaikoff Effekt. In diesem stellt die Schilddrüse ihre Arbeit ein, damit kein Übermaß an Schilddrüsenhormonen produziert wird. Allerdings tritt dieser bei der japanischen Bevölkerung nicht auf. Dr. Brownstein konnte diesen bisher ebenfalls nicht beobachten. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass Selen natürlich die Überproduktion von Schilddrüsenhormonen reguliert.

 

Damit ergeben sich gewisse Vorsichtsmaßnahmen in der Anwendung (höherer) Joddosen:

  • Eine Jodallergie sollte unbedingt ausgeschlossen werden
  • Jod sollte niemals ohne die gleichzeitige Einnahme von Selen erfolgen. Ein Mangel ein Jod kann Selen toxisch machen und umgekehrt.
  • Menschen die unter einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung leiden (Hashimoto Thyreoiditis) sollten bei der Einnahme von Jod größte Vorsicht walten lassen. Bisher wurde bei einer solchen Erkrankung von der Einnahme von Jod strikt abgeraten. Mittlerweile gibt es jedoch Berichte über Anwender, die von einer Jodeinnahme profitiert haben. Auch Dr. Brownstein berichtet von solchen Fällen in seiner Praxis. Möglicherweise hängt dies mit der gleichzeitigen Einnahme von Selen zusammen.
  • Menschen, die an einem Morbus Basedow leiden, sollten Jod nur unter der Aufsicht medizinisch geschulter Behandler einnehmen.
  • Durch die Einnahme von Jod kann es zu unangenehmen Entgiftungsreaktionen kommen. Zunächst werden die Halogene wie Fluoride, Bromide und Chloride entfernt, später auch Quecksilber und Arsen u.a.
  • Die Jodversorgung durch Algen muss mit Vorsicht betrachtet werden. Viele Algen sind mit Quecksilber vergiftet und haben u.a. auch von Natur aus hohe Konzentrationen an z.B. Brom.

Quellen: Dr. Brownstein: Iodine: Why You Need It, Why You Can’t Live Without It

http://www.drbrownstein.com

http://www.optimox.com

In meiner Praxis wende ich die hochdosierte Jodtherapie jedoch nicht mehr an. Gründe dafür sind:

  • Hochdosierte Jodgaben wirken sich negativ auf auto-immune Erkrankungen aus und können latente auto-immune Erkrankungen triggern
  • Hochdosierte Jodgaben können das Immunsystem hyper-aktivieren, wodurch es zu heftigen Symptomen kommen kann, wie z.B. Grippesymptomen, Erschöpfung. Hier handelt es sich nicht um Entgiftungssymptome. Das Jod feuert hier lediglich das Immunsystem an ohne dieses in gute Bahnen zu lenken.
  • Hochdosierte Jodgaben sollten nur bei einer einwandfreien Funktion der Nebenniere erfolgen. Da dieses fast nie der Fall ist, kann das System die isolierte hochdosierte Jodeinnahme nicht verkraften.