Therapeutische Blockadenlösung / Traumatherapie

Die Basistherapie auf der Stufe I meiner Therapie bezweckt die Wiedererlangung der Fähigkeit des Körpers auf Zellebene Energie herzustellen. Viele Symptome werden so im Laufe der Zeit gelindert und erledigen sich von selber. Andere Themen zeigen sich durch diesen Zuwachs an Energie jedoch verstärkt oder sogar erstmalig. Dies ist eine natürliche Folge der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Denn nicht alle Symptome haben ihre Ursache in der Energieproduktionsebene des Körpers. Diese Blockaden müssen gesondert behandelt werden.

Ein großer Faktor im Hinblick auf diese Blockaden sind psychische Themen oder sogar Traumata.

Gerade bei komplizierten Fällen sollte man sich auch diese Ebene genauer anschauen. Komplizierte Fälle sind solche in denen einer oder mehrere der folgenden Faktoren vorliegt:

Typische Themen hinter diesen Erkrankungen können sein:

  • Der Wille ist größer als die körperliche Kraft. Die Grenzen des Körpers werden nicht erkannt und respektiert.
  • Der Patient richtet seinen Selbstwert an Leistung aus und scheitert immer wieder an einer unerreichbaren Messlatte.
  • Der Patient empfindet ein Gefühl von Leere, ist nicht er selber, weiß nicht mehr, wer er eigentlich ist.
  • Der Patient fühlt sich als wäre er in einem Hamsterrad in welchem er nur noch funktioniert.
  • Entfremdung von den eigenen Bedürfnissen.
  • Das Gefühl von Isolation und Bindungslosigkeit in Beziehungen.
  • Entfremdung von der eigenen Sexualität, Verlust an Libido.
  • Der Patient lebt ein Leben nach den Vorstellungen seiner Umgebung, Eltern, Partner anstatt eigene Ziele zu entwickeln und umzusetzen.

Die eben geschilderten Themen sind eng an die Entstehung von Trauma geknüpft, welches, anders als allgemein angenommen, nicht immer ein vom Patient als „schrecklich“ empfundenes Ereignis sein muss. Selbstverständlich sind Katastrophen, Missbrauch und auch schwere Unfälle Traumata. Doch von seinem Ursprung her bedeutet Trauma lediglich Wunde.

Das Typische am Trauma ist die Eigenschaft einer körperlichen oder psychischen Wunde sich im späteren Leben als eine „Schleife“ im Nervensystem bemerkbar zu machen, also gleichermaßen ein Programm, was den Menschen in der Vergangenheit hält. Trauma ist also nicht das Ereignis selber, sondern die im Nervensystem abgespeicherte Reaktion auf ein Ereignis, völlig egal, ob es objektiv schlimm war oder nicht.

Anders als das Sprichwort besagt, heilt Zeit hier keine Wunden. Ganz im Gegenteil. Je müder die Nebennieren werden, desto weniger wird das Trauma durch diese kompensiert. So kann ein vor Jahren erfahrener Verkehrsunfall dem System ständig signalisieren, dass Gefahr besteht, obwohl die Gefahr längst vorüber ist. Oder ein Liebesentzug in der Kindheit kann dem Betroffenen immer noch das subjektive Gefühl geben nicht liebenswert zu sein. In sehr vielen Fällen macht sich ein Trauma gerade nur durch die Auswirkungen bemerkbar, während der Ursprung dem Betroffenen nicht als solcher bewusst ist. In einigen Fällen stellt der Betroffene den Zusammenhang zwischen Symptom und Ereignis nicht her, in anderen fehlen dem Betroffenen sogar gänzlich die Erinnerung an das schmerzhafte Ereignis.

Denn Traumata entstehen nur dann als „Programm“, wenn das Ursprungsereignis so schmerzhaft war, dass der Mensch an ihm zerbrochen wäre. Daher spaltet der Verstand aus Selbstschutz den Schmerz und oft sogar die Erinnerung an ein Ereignis ab, damit der Mensch funktionsfähig bleibt. Viele Traumata, besonders Bindungstraumata, entstehen als Säugling oder sogar im Mutterleib, sodass Erinnerungen im späteren Leben nicht vorhanden sind.

Trauma setzt sich zusammen aus der unmittelbaren Reaktion auf dieses Ursprungsereignis (Kampf, Flucht, Schock, sich verstecken oder sich unterwerfen), die mentale Bewertung, die mit dieser Reaktion verknüpft war (ich muss sterben, ich bin wertlos u.a.) und einem erlernten Verhalten wie: „wenn ich mich in einer Partnerschaft öffne, komme ich wieder an den Schock den ich erlebt habe, als man mich im Mutterleib abtreiben wollte“. Somit bleibt das Trauma im Nervensystem aktiv und setzt auch andere Systeme wie das Hormonsystem immer wieder in Alarmbereitschaft, wenn Ereignisse den ursprünglichen Trigger auslösen. Wenn jemand beim ursprünglichen Trauma z.B. Todesangst empfunden hat und sich verlassen fühlte, wird er möglicherweise dieses Gefühl des Verlassen seins ein Leben lang mit sich herum tragen und von innen immer wieder dafür sorgen, dass die dazu gehörigen Hormone wie Adrenalin dauerhaft ausgeschüttet werden. Fehlt nun auch noch die Bindungsfähigkeit, hat der Mensch nicht gelernt in etwa Oxytocin auszuschütten, was beruhigt und einem das Gefühl gibt behütet zu sein. Ein Teufelskreis beginnt.

So wirkt das Trauma weiter im Verborgenen und kann sich durch allerlei Symptome indirekt bemerkbar machen, z.B. durch:

  • Schlafstörungen
  • Zähne knirschen/Kiefer pressen
  • Chronische Erschöpfung/Burn-Out
  • Fybromyalgie
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Erkrankungen, die auf schulmedizinische oder naturheilkundliche Behandlungen nicht reagieren
  • Migräne
  • Sexuelle Störungen
  • Stimmungsschwankungen, Panik Attacken, Depression
  • Selbstzerstörerisches Verhalten, Unfähigkeit im Leben Erfolg zu haben, Angst sich zu zeigen, Beziehungsunfähigkeit

Ein Mensch, der Traumata abgespalten hat, überlebt zwar in dem Augenblick der Entstehung des Traumas. Doch er zahlt dafür einen hohen Preis. Denn wer Schmerz abspaltet, kann auch Glück, Fülle und Kontakt nicht empfinden.

Die Kompensierungsmechanismen dafür können auch sein:

  • Missbrauch stimulierender Substanzen
  • Ko-Abhängigkeit in Beziehungen
  • Angst erwachsen zu werden
  • Arbeitssucht, ständige Beschäftigung um nicht in ein „Loch“ zu fallen
  • Drogensucht
  • Sexsucht
  • Kaufsucht

Eine sehr wichtige Rolle spielen in der Therapie auch Traumata, die von der Empfängnis bis in die ersten Monate hinein erfahren wurden. Diese prägen den Menschen insbesondere, weil sie die Grundlage für das ganze spätere Erleben bilden, die „Brille“, durch die der Mensch fortan durch sein Leben schaut. Später erlebte Traumata erlauben einem vorher nicht traumatisierten Menschen noch einen inneren Referenzpunkt der Unverletztheit. Im Mutterleib traumatisierten Menschen fehlt dieser Referenzpunkt, wodurch diese Menschen sich oft besonders haltlos fühlen doer im späteren Leben  besonders „heftige“ Reaktionen ausbilden, wie z.B. psychosomatische Erkrankungen.

Aus diesem Grunde ist die Arbeit an Traumata im Mutterleib sehr wichtig. Durch diese kann man von Grund auf die psychische Struktur sanieren. Später erlebte Traumata können mit größerer Stabilität verarbeitet werden, wenn zunächst die psychische „Einstellung ab Werk“ wieder hergestellt wird. Denn im Mutterleib wird das Nervensystem und als Reaktion auf das Nervensystem auch das Hormonsystem für das spätere Leben programmiert. Bei Traumata im Mutterleib geht es sehr oft nicht nur um rein emotionale Themen, sondern um Ängste, die der Fötus oder Embryo als Reaktion auf lebensbedrohliche oder unangenehme physische Reize erlebt hat.

Dazu gehören:

  • Mutter hatte einen Nährstoffmangel
  • Mangel an Fruchtwasser
  • Fötus oder Embryo war über längere Zeit in einer unangenehmen Lage im Mutterleib
  • Mutter hatte selber einen hohen Ausstoß an Stresshormonen wie Adrenalin oder Kortisol

Selbstverständlich übertragen sich auch die Ängste der Eltern, besonders der Mutter auf das Kind. Wenn z.B. die Mutter für eine Woche während der Schwangerschaft Angst hatte ihr Kind zu verlieren, bekommt das Baby für eine Woche ununterbrochen die unbewusste Botschaft „ich muss sterben“. Diese Angst kann dann das Nervensystem so programmieren, dass der erwachsene Mensch später in einem ständigen Zustand der unbewussten Bedrohung lebt. Dies hat dann zur Folge, dass die Nebennieren auf Hochtouren laufen und sich schließlich erschöpfen. Die Erholung der Nebennieren wird dann schwierig sein bis diese Botschaft aus dem Nervensystem entfernt wurde. Auch Überreaktionen des Immunsystems (Allergien, Intoleranzen, Histamin) laufen hier oft parallel zum überaktiven Nervensystem.

Die von mir angewendete Methode der Traumatherapie und zur Lösung von psychischen Blockaden wurde von Lisa Schwarz, einer Psychologin, entwickelt, die nach Möglichkeiten gesucht hat vorhandene Methoden wie Somatic Experiencing, EMDR, Brain Spotting u.a. zu optimieren. Was diese Methode auszeichnet ist das Vermeiden von Retraumatisierungen während der Sitzung und zwischen Sitzungen. Durch die neurologische „Rüstung“ des Gehirns während der Sitzung sind die sonst aktiven Traumamuster, die gleichsam als Verteidigung gegen die Heilung wirken, ausgeschaltet. Das Trauma kann so in einer unglaublichen Tiefe bearbeitet werden ohne dass sich der Betroffene überfordert fühlt-selbst bei heftigen Themen.

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Am effektivsten ist diese Methode wenn Sie mindestens 5 Sitzungen in einem Abstand von einer, maximal zwei Wochen voneinander buchen. Ansonsten arrangieren sich Ihre Verteidigungsmechanismen schnell neu und man fängt bei jeder Sitzung von Null an. Tiefer gelangt man in 90 Minuten, man kann die Sitzung notfalls aber auch in 60 Minuten abhalten.

Wie viele Sitzungen werden durchschnittlich gebraucht (hängt immer vom Einzelfall ab)?

Leichte Fälle: 10-15

Mittlere Fälle 15-20

Schwere Fälle 20 +

Mehr zum Thema Psyche und Hormone finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass ich nicht dazu ausgebildet bin Menschen mit dissoziativer Persönlichkeitsstörung zu behandelt. CRM ist dazu zwar geeignet und wird von der Begründerin, Lisa Schwarz, und auch von ihr ausgebildeten Therapeuten diesbezüglich erfolgreich angewendet. Ich weise darauf hin, dass die Hormontherapie unter Umständen durch das Vorliegen dieser Erkrankung eventuell nur sehr langsam voranschreiten mag, da die dissoziative Persönlichkeitsstörung die Regulation des Stoffwechsels stört.

Quelle Titelbild: „Reset button“ von Cosmocatalano – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC0 über Wikimedia Commons – Wikipedia