Nebennierenschwäche

Eine Nebennierenschwäche liegt dann vor, wenn die Nebenniere unregelmäßig Stresshormone abgibt. Dies kann sich in den ersten Stadien auch durch eine Überaktivität der Nebennieren äußern, wodurch verstärkt die „Stresshormone “ Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet werden. Eine Nebennierenerschöpfung ist dann gegeben, wenn die Nebennieren nicht mehr genügend “Stresshormone” produzieren, nachdem sie durch ein Stadium der Schwäche gegangen sind. Diese funktionellen Störungen der Nebenniere sind nicht mit dem Morbus Addison zu verwechseln, der zu einem organischen Versagen der Nebennieren führt, sehr selten und keine zwingende Folge einer funktionellen Nebennierenerschöpfung ist.

Die Symptomatik einer Nebennierenschwäche ähnelt häufig der einer Schilddrüsenunterfunktion, bzw. dem Chronischen Erschöpfungssyndrom, wobei Symptome nicht immer eindeutig zugeordnet werden können. Häufig sind auch Blutzuckerschwankungen, Stimmungsschwankungen, mangelnde Stressresistenz und eine gestörte Entgiftungskapazität Symptome einer Nebennierenschwäche.

In den ersten Stadien der Nebennierenschwäche kommt es auch zu einem häufig nicht erkannten gesundheitlichen Problem, nämlich der Verschiebung der Kortisolkurve. Das Kortisol sollte am morgen erhöht sein und langsam im Laufe des Tages sinken um abends am niedrigsten zu sein. Verschiebt sich die Kortisolkurve jedoch hin zu einem abendlichen „Gipfel“, kann Melatonin, unser Schlafhormon, nicht ansteigen. Die Folge sind Schlafprobleme. Durch diese Verschiebung fehlt nun wiederum Kortisol am Morgen und das Aufstehen fällt schwer. Patienten sagen dann oft: „Ich bin morgens immer müde, aber abends bin ich wach…“. Je nach Ausprägung der Verschiebung der Kortisolkurve, kann man jedoch auch „Einbrüche“ am Nachmittag haben. Bei der Nebennierenerschöpfung fühlt man sich dann den ganzen Tag schlapp. Ein guter Hinweis auf eine Nebennierenschwäche oder Nebennierenerschöpfung ist auch das dringende Bedürfnis nach Stimulanzien wie Kaffee oder Zucker um in die Gänge zu kommen, bzw. den Tag zu überstehen.

Die Nebennierenschwäche sollte nie als isoliertes Problem gesehen werden, sondern immer im Gesamtzusammenhang eines gestörten Hormonsystems. Die isolierte Messung von Hormonen ist jedoch nicht sinnvoll, da Störungen auch dem Zusammenspiel der Hormone entstehen. Der Anfang jeder Behandlung erfolgt daher durch eine Testung durch die Haarmineralanalyse. Bei einer Nebennierenschwäche oder einer Nebennierenerschöpfung liegt häufig ein Kupferüberschuss vor.

Quelle Titelbild: „Gray1120-adrenal glands“ by Roxbury-de – Own work by uploader, based on Image:Gray1120.png. Licensed under Public Domain via Wikimedia Commons – Wikipedia