Heil- und Familienaufstellung

Die Aufstellung ist ein Instrument um Beziehungen sichtbar zu machen. Sie lässt sich dadurch erklären, dass Energie und damit auch Informationen im Universum nie verloren gehen. Dieses stellen nach Sheldrake morphogenetische Felder sicher.

Mittels physischer Aufstellung lassen sich Informationen zu Menschen, Dingen oder auch Ideen und ihre Beziehung zueinander auf den Punkt bringen, indem man für die gewünschte Information Stellvertreter wählt. Dies können Figuren oder Platzhalterzettel auf dem Boden u.a. sein.

In der therapeutischen Praxis dient die Sichtbarmachung von Beziehungsgeflechten verschiedenen Zwecken:

  • Situationen werden geordnet und somit für den Klienten greifbar.
  • Der Klient und der Therapeut erhalten Informationen, die im normalen Miteinander nicht offensichtlich sind, wie z.B. verborgene Wünsche eines Teilnehmers im Beziehungsgeflecht.
  • Die Beziehungen können durch Heil- und Erkenntnisprozesse des Aufstellers unmittelbar verändert werden. Zwar kann man andere Menschen nicht verändern, aber jede Veränderung von einem selber zwingt Menschen, mit denen man es zu tun hat, sich neu zu positionieren („denn es gehören immer zwei dazu“..). So können z.B. Opfer-Täter Beziehungen verändert werden.
  • Der Klient kann sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Haut des Gegenübers versetzen und damit seine Perspektive auf Geschehnisse und Beziehungen oft erheblich verändern.

Heute am bekanntesten ist als therapeutisches Werkzeug die Familienaufstellung, die darauf abzielt die Beziehung zwischen Familienmitgliedern darzustellen und letztendlich zu heilen.

In meiner Praxis wende ich jedoch die Heilaufstellung nach Dipl. Psych Nicola Marien an. Sie stellt eine thematische Erweiterung des Familienstellens dar. Denn nicht jedes Thema lässt sich rein familiensystemisch erklären und auch lösen.

Damit lassen sich auch andere Faktoren abbilden, die zu einem psychischen oder gesundheitlichen Problem geführt haben könnten, z.B.:

  • Traumata
  • Glaubenssätze
  • Das innere Kind

Je nach Wunsch und Neigung des Klienten aber auch eher esoterische Themen wie:

  • Vergangene Leben
  • Karma
  • Das hohe Selbst
  • Spirituelle Fragestellungen
  • Fremdenergien

Aufstellungen können sowohl in Einzelsitzungen erfolgen, als auch in Gruppensituationen. Bei der Einzelsitzung werden für die einzelnen Posten leere Platzhalter verwendet, bei der Gruppensitzung werden die Platzhalter von den einzelnen Teilnehmern besetzt. Durch die Einnahme der Position auf dem Platzhalter wird das Thema für den damit verbundenen Aufsteller/Teilnehmer sichtbar und er kann stellvertretend über das Thema Auskunft geben.

In meiner Praxis wähle ich in der Regel Einzelsitzungen für Heilaufstellungen.

Ich verwende Papierzettel als Platzhalter auf dem Boden.

Während der Heilaufstellungen verwende ich intuitiv und nach Bedarf zahlreiche ergänzende Techniken wie Focusing, Releasing und traumatherapeutische Tools.

Titelbild Quelle: By Martinknihovna – Own work, CC BY-SA 4.0, Wikipedia