Ernährungsumstellung-Ist das wirklich nötig?

Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate- die Mischung macht’s!

Die Versorgung mit Nährstoffen ist ein wesentlicher Beitrag zur Unterbrechung des Stressstoffwechsels, welcher die Ursache aller hormonellen Probleme darstellt.

Dabei muss zwischen Mikro- und Makronährstoffen unterschieden werden. Mikronährstoffe bestehen aus Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen u.a. Makronährstoffe sind hingegen Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. Sowohl Mikro- wie auch Makronährstoffe sind für die Rückkehr zur hormonellen Balance unerlässlich. Idealerweise erhält der Mensch bei einer ausgewogenen Ernährungsweise eine optimale Versorgung mit Mikro- und Makronährstoffen.

Doch ausgelaugte Böden, Umweltverschmutzung und Stress sorgen dafür, dass eine Versorgung mit Mikronährstoffen, selbst durch die beste Ernährung, heutzutage unmöglich ist (mehr dazu lesen Sie hier).

Auch bei der Versorgung mit Makronährstoffen hat sich durch veränderte Lebensbedingungen vieles in Bezug auf eine gesundheitszuträgliche Ernährung geändert.

Hinzu kommt, dass in Bezug auf das Verhältnis von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten zueinander große Verwirrung herrscht. Jede paar Jahre ernennt eine Modediät eine dieser drei Nahrungsmittelgruppen zum Feind- meist im Dienste der schlanken Figur und nicht unbedingt der Gesundheit.

Genauso wie bei der Ermittlung der Bedürfnisse an Mikronährstoffen, ist auch bei den Makronährstoffen das Bedürfnis an Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten verschieden. Dieses individuelle Verhältnis wird von verschiedenen Faktoren bestimmt:

  • Grundumsatz/Stoffwechsel: hier geht es einerseits darum, wie viel sich ein Mensch bewegt, wodurch mehr Kalorien verbraucht werden. Auch ein Mensch im Wachstum braucht mehr Kalorien als ein ausgewachsener Mensch. Doch vielfach übersehen wird die Tatsache, dass der Grundumsatz wesentlich durch den Stoffwechsel beeinflusst wird. Ein langsamer Stoffwechsel führt automatisch dazu, dass der Grundumsatz reduziert ist, auch in Ruhe. Ein langsamer Stoffwechsel ist ein pathologischer Zustand und hat nicht grundsätzlich etwas mit Genetik oder dem Alter zu tun. Er ist vielmehr eine Folge von Nährstoffdefiziten, Hormonproblemen und Umweltbelastung.
  • Klima: Kaltes Klima verlangt nach einer eiweißlastigeren Ernährung als warmes Klima. Auch Fette werden im kalten Klima vermehrt benötigt.
  • Gesundheit des Verdauungstraktes (Aufnahme von Nährstoffen): Ein belasteter Verdauungstrakt führt dazu, dass der Körper Nährstoffe nicht richtig aufnimmt. Dementsprechend muss man dem Körper fehlende Nährstoffe wie Eiweiß verstärkt zuführen, weil man weiß, dass nur ein Teil des verzehrten Eiweißes auch verdaut und aufgenommen werden wird.

Doch auch bei der Ermittlung des Bedürfnisses an Makronährstoffen hat die deutsche Gesellschaft für Ernährung Durchschnittswerte ermittelt. Diese sollen als Grundlage weiterer Überlegungen zum tatsächlichen Bedürfnis an Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten dienen.

Die Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung

Eiweiß:

19 bis unter 25 Jahre 0,8 Gramm pro kg Körpergewicht Durchschnittliche Tagesempfehlung  Männer: 57 Gramm Durchschnittliche Tagesempfehlung  Frauen: 48 Gramm
25 bis unter 51 Jahre 0,8 Gramm pro kg Körpergewicht Durchschnittliche Tagesempfehlung  Männer: 57 Gramm Durchschnittliche Tagesempfehlung  Frauen: 48
51 bis unter 65 Jahre 0,8 Gramm pro kg Körpergewicht Durchschnittliche Tagesempfehlung  Männer: 55 Gramm Durchschnittliche Tagesempfehlung  Frauen: 47

Kohlehydrate

Berechnen sich nach dem Gesamtverbrauch der Kalorien und sollten mindestens 50% des Gesamtverbrauchs darstellen. Hier ist der empfohlene Gesamtverbrauch an täglichen Kilokalorien von sesshaften Personen dargestellt.

19 bis unter 25 Jahre Männer: 2400 Frauen: 1900
25 bis unter 51 Jahre Männer: 2300 Frauen: 1800
51 bis unter 65 Jahre Männer: 2200 Frauen: 1700

Die Mindestgesamtmenge der Kohlenhydrate in Kilokalorien wäre demnach wie folgt:

19 bis unter 25 Jahre Männer: 1200 Frauen: 950
25 bis unter 51 Jahre Männer: 1150 Frauen: 900
51 bis unter 65 Jahre Männer: 1100 Frauen: 850

Der Einfachheit halber sollen hier diese täglichen Gesamtkohlenhydratmengen umgerechnet in gekochten Nudeln dargestellt werden:

19 bis unter 25 Jahre Männer: 1740 Gramm Frauen: 1370 Gramm
25 bis unter 51 Jahre Männer: 1660 Gramm Frauen: 1304 Gramm
51 bis unter 65 Jahre Männer: 1590 Gramm Frauen: 615 Gramm

Fette:

Die benötigte Gesamtfettmenge berechnet sich anteilig am Gesamtenergiebedarf und gilt ebenfalls für sesshafte Menschen.

19 bis unter 25 Jahre 30 %
25 bis unter 51 Jahre 30 %
51 bis unter 65 Jahre 30 %

Umgerechnet in Butter ergibt dies:

19 bis unter 25 Jahre Männer: ca. 100 Gramm Frauen: 76
25 bis unter 51 Jahre Männer: 93 Frauen: 72
51 bis unter 65 Jahre Männer: 89 Frauen: 68

Quelle: DGE

Was müsste man täglich alles essen um den Empfehlungen der DGE nachzukommen?

Die Mengen gelten für eine Frau zwischen 25 und 51 Jahren:

48 Gramm reines Eiweiß:

160 Gramm Fleisch, Käse oder Fisch oder 4 Eier oder 55 Gramm Reisprotein oder ca. 40 Gramm Gelatine.

900 kcal an Kohlenhydraten:

1300 Gramm gekochte Nudeln oder 7 Brötchen oder 1280 Gramm gekochte Kartoffeln, 870 Gramm gekochten Reis

72 Gramm Fett:

7 EL Butter oder Öl

Hiermit wird schon klar, dass die meisten Menschen insbesondere hinter den Erfordernissen der Eiweißversorgung zurückbleiben. Es fällt auf, dass insbesondere zu Kohlenhydratverzehr geraten wird.

Ähnlich sieht das die US-amerikanische Gesellschaft für Ernährung (FDA):

Makronutrienten:

Die Mengen gelten für eine Frau zwischen 25 und 51 Jahren:

48 Gramm reines Eiweiß:

160 Gramm Fleisch, Käse oder Fisch oder 4 Eier oder 55 Gramm Reisprotein oder ca. 40 Gramm Gelatine.

Kohlenhydrate:  mind. 45 % des Gesamtverbrauchs, 225  Gramm an Kohlenhydraten=900 kcal:

1 Gramm Kohlenhydrate entsprechen ca. 1 kcal, wobei es sich hier um vollständig verfügbare Kohlenhydrate handelt. Die Angaben basieren auf einer 2000 kcal Diät, die für Frauen in der angegebenen Altersspanne angegeben wird.

Dies wären dann 1300 Gramm gekochte Nudeln

Fett: 20-35% Fett am Gesamtverbrauch

4,5-8 EL Butter oder Öl bei einer 2000 kcal Diät

Quelle: FDA

Was die DGE bei ihren Empfehlungen nicht berücksichtigt

Laut der DGE sind wir Menschen grundsätzlich Mischköstler. Mit der Ausnahme von raffiniertem Zucker, gibt es keine Lebensmittel, die ausdrücklich nicht empfohlen werden. Vollkommen gesunde Menschen können ja auch alles vertragen und verdauen. Kranke Menschen jedoch können dies nicht. Die Frage ist jetzt natürlich, was für einen „Gesundheitsbegriff“ man als Maßstab verwendet. Gesund ist ein Mensch dann, wenn er auch keine funktionalen Beschwerden hat wie in etwa Hormonprobleme.

  1. Kranke Menschen brauchen eine andere Ernährung als gesunde Menschen

Das Konzept der „Schonkost“ ist in unserer Industriegesellschaft fast gänzlich verloren gegangen. Dabei ist eigentlich klar, dass ein Körper, der nicht optimal funktioniert, geschont werden muss. Schonkost bedeutet auch, dass der Patient leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen sollte, die dennoch besonders nahrhaft sind. Denn ein kranker Körper weist immer auch Nährstoffdefizite auf. Werden diese Nährstofflücken nicht geschlossen, hat der Körper nicht genug „Stoff“ um gesund zu werden. Umgekehrt, sind Körper, die Nährstofflücken aufweisen, grundsätzlich nicht ganz gesund. In meiner Praxis habe ich noch keinen einzigen Patienten getestet, der keine Nährstofflücken aufweist. Insofern brauchen auch alle meine Patienten zunächst einmal Schonkost.

  1. 90% der Menschen haben einen pathologisch verlangsamten Stoffwechsel

 Meiner Erfahrung nach haben ca. 90 % der Menschen einen langsamen Stoffwechsel und darüber hinaus noch ein Problem mit dem Blutzucker.

Was bedeutet das?

  • Das Nervensystem überträgt Reize verlangsamt
  • Schilddrüse und Nebennieren sind in der Unterfunktion, bzw. erschöpft
  • Der Magen stellt zu wenig Magensäure her
  • Leber und Niere arbeiten verlangsamt (langsame Entgiftung)
  • Der Grundumsatz wird gesenkt
  • Kohlenhydrate werden nicht in Wärme und Energie umgesetzt, sondern sofort verbrannt, was zu reaktiven Blutzuckerschwankungen führt
  • Der Sauerstofftransport im Körper ist gestört
  • Der Darm ist nicht dazu in der Lage Nährstoffe richtig zu verwerten

Ursachen eines langsamen Stoffwechsels sind Hormonstörungen, Viruserkrankungen, Eiweißmangel und ein Mangel an Mikronährstoffen.

  1. Nicht alle Nährstoffe werden vom Körper leicht verdaut

Eine Verdauungsschwäche durch Mangel an Magensäure u.a. führt automatisch dazu, dass schwerverdauliche Nahrungsmittel wie Eier, Milch (Milchprodukte) und Gluten nicht mehr richtig verdaut werden können. Dadurch gären/faulen sie im Darm und reizen die Darmschleimhaut. Ein sogenannter brüchiger Darm kann die Folge sein, indem sich die Darmschleimhaut entzündet.

Doch auch bei Menschen, die keine Intoleranzen aufweisen, sind und bleiben Eier, Gluten, Milch und Milchprodukte sowie Zucker schwer verdaulich, weil sie aus großen Eiweißmolekülen bestehen. Dies erzeugt Stress. Dieser Stress muss nun wiederum durch die Nebennieren ausgeglichen werden. Es entsteht ein Teufelskreislauf.

  1. Viele Nahrungsmittel wurden so verändert, dass unser Körper sie nunmehr als „fremd“ empfindet

Viele Nahrungsmittel sind nur scheinbar naturbelassen. Doch in Wirklichkeit wurden diese bereits vor dem Verkauf verarbeitet. Dies gilt selbst für Bio Produkte.

Milch und Milchprodukte

Milch frisch von der Kuh ist Rohmilch. Doch Rohmilch wird im regulären Handel (auch im Biosupermarkt) nicht verkauft. Nur sehr wenige Bauern mit einer speziellen Lizenz dürfen dies tun. Reguläre Milch ist pasteurisiert und homogenisiert. Pasteurisiert bedeutet, dass Milch für kurze Zeit hoch erhitzt wird um Keime zu töten. Homogenisierung bedeutet, dass die Milch nicht mehr aufrahmt, indem sich der Fett- und der Wasseranteil voneinander trennen. Beide Verfahren verändern die Eigenschaften der Milch. Dadurch wird sie für den Menschen schwer verdaulich. Fast alle Milchprodukte sind mit pasteurisierter und meist auch homogenisierter Milch hergestellt worden. Hartkäse wird in manchen Fällen mit Rohmilch hergestellt, was immer gesondert ausgezeichnet werden muss.

Getreide

Das heutige Getreide besteht meist aus Sorten, die es in dieser Form vor 100 Jahren noch nicht gab. Änderungen in der Pflanzengenetik sollten dafür sorgen, dass Pflanzen einen höheren Glutenanteil aufwiesen (um den Sättigungsfaktor zu erhöhen), weniger schädlingsanfällig waren und teilweise auch, damit sich die Saaten nicht selber vermehren konnten. Dies alleine führt dazu, dass der menschliche Darm mit einem Nahrungsmittel konfrontiert wird, welches er als fremd anerkennt. Hinzu kommt, dass Pestizide, Reifungsbeschleuniger, Desinfektionsmittel, Bestrahlung etc. bei einem nicht biologischen Anbau dafür sorgen, dass Getreide zu einem belasteten Lebensmittel wird. Dies gilt insbesondere für Weizen.

Zucker

Raffinierter Zucker besteht aus reinen Kohlenhydraten. Normalerweise bringt ein Nahrungsmittel alle Spurenelemente und Vitamine in sich selber mit um verdaut zu werden. Weißer Zucker wurde von diesen Nährstoffen befreit. Damit entsteht im Körper durch jeden Konsum an weißem Zucker ein Nährstoffdefizit.

Eier

Die Zusammensetzung dessen, was in Eiern enthalten ist, hängt stark von dem ab was das Huhn gegessen hat, welches das Ei gelegt hat. Freilaufende Hühner sind „Allesfresser“ und müssen theoretisch auch nicht gefüttert werden. Sie ernähren sich von Würmern, Samen und anderen Dingen, die sie im Boden finden. Heutzutage werden Hühner häufig mit Getreide gefüttert, insbesondere mit Soja. Dadurch reduziert sich der Gehalt an gesättigten und Omega 3 Fettsäuren zugunsten der schädlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Durch eine Fütterung mit Soja enthalten die Eier auch Östrogene. Eier aus biologischem Anbau sind in der Regel jedoch unproblematisch, da sie artgerecht gefüttert werden.

Warum die Empfehlungen der DGE für Menschen mit Hormonproblemen und einem langsamen Stoffwechsel leider nicht geeignet sind um die Gesundheit wieder herzustellen und zu erhalten

Menschen mit Störungen des Hormonsystems brauchen eine Ernährung, die sowohl nährstoffdicht (mit Makro- und Mikronährstoffen) als auch leicht verdaulich ist. Völlig unabhängig davon, ob Intoleranzen auf bestimmte Nahrungsmittel bestehen, sollte der Mensch, nicht seine ganze Kraft für Verdauung aufwenden.

Denn jeder Stress sorgt dafür dass der Stressstoffwechsel aufrecht erhalten wird und verhindert die Regeneration des Körpers.

Sollten Intoleranzen bestehen, gilt natürlich erst recht, dass die nicht tolerierten Lebensmittel vermieden werden sollten. Denn Intoleranzen kann man nur dann bewältigen, wenn das Lebensmittel strikt vermieden wird bis der Körper die Reaktion auf die Intoleranz (Entzündung im Darm) vollständig abgebaut hat. Bei starken Intoleranzen reicht eine winzige Menge des auslösenden Lebensmittels um die Entzündung zu reaktivieren. Mit anderen Worten: es bestehen kaum Chancen darauf eine Intoleranz zu bewältigen, solange der Patient das auslösende Lebensmittel noch verzehrt. Das gilt auch dann, wenn der Patient auf das Lebensmittel keine unmittelbaren Reaktionen aufweist wie in etwa Verdauungsprobleme etc.

Gerade die Nebennieren, die der Dreh- und Angelpunkt einer jeden hormonellen Balance sind, werden im Wesentlichen durch die Ernährung bestimmt.

Stress der Nebennieren durch Ernährungsfehler entsteht durch:

  • Eiweißmangel
  • Kohlenhydratmangel
  • Allergien und Intoleranzen auf Lebensmittel
  • Unterzuckerung (durch Versagung an Kohlenhydraten oder reaktiv durch ein Zuviel an Kohlenhydraten)
  • Toxinbelastungen (Kaffee, Alkohol)
  • Fasten, Diäten, das Auslassen von Mahlzeiten
  • Verzehr von „falschen“ Fetten (mehrfach ungesättigte Fettsäuren= Omega 6 Fettsäuren)
  • Verzehr von Phytoöstrogenen wie Soja
  • Nährstoffmängeln im Allgemeinen

Damit gilt für meine Patienten:

  • Die vollständige Regeneration des Hormonsystems kann mehrere Jahre dauern, insbesondere wenn erschwerende Faktoren hinzu kommen. Während dieser ganzen Zeit empfehle ich Schonkost. Ziel der Behandlung ist, dass der Patient wieder alles essen kann. Doch ein Patient, der nicht bereit ist für längere Zeit Schonkost einzuhalten, wird dieses Ziel wahrscheinlich nicht erreichen.
  • Die Empfehlungen für den Verzehr von ausreichend Eiweiß gelten ein Leben lang (ca. 25-30 Gramm reines Eiweiß zu den 3 großen Mahlzeiten). Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Eiweiß den Blutzucker stabilisiert, die Leistung der Schilddrüse und Nebennieren hoch hält und der Entgiftung hilft. Denn Deutschland enthält zu wenig Sonne als dass der Körper mit weniger Eiweiß seine Aufgaben erledigen kann. In einem warmen Klima könnte weniger Eiweiß verzehrt werden. So helfen Sie Ihrem Körper dabei nicht wieder in den langsamen Stoffwechsel zu geraten.
  • Zucker, auch nicht raffinierter (Honig, Agavendicksaft etc.), ist für die meisten Körper nicht verdaulich. Der Körper hat durch Nährstoffmängel verlernt aus Zucker Energie und Wärme herzustellen. Jeder Konsum von Zucker führt den Körper in eine Stressspirale. Am Anfang der Behandlung kann ein „Schlemmerwochenende“ mit Desserts etc. den Körper für mehrere Tage danach komplett durcheinander bringen.
  • Alkohol ist genauso schlimm wie Zucker und zudem ein Toxin. Er passt einfach nicht in das Konzept von Schonkost.
  • Sie können durch Ihre Ernährung Ihre Genesung beschleunigen oder auch ausbremsen. Je genauer Sie Ihre Schonkost einhalten, desto schneller geht auch meist die Regeneration des Stoffwechsel- und Hormonsystems. Wie heftig der Körper auf „Schlemmerwochenenden“, Urlaub mit gelockerter Ernährung etc. reagiert, ist unterschiedlich. In der Regel minimieren sich die Auswirkungen bei fortlaufender Behandlung. Das bedeutet, dass Sie als Patient für Unterbrechungen Ihrer Ernährungsvorgaben die Verantwortung übernehmen müssen. Mit allen Konsequenzen. Bei Intoleranzen geht meine Empfehlung ganz klar auf einen vollständigen Verzicht der nicht tolerierten Lebensmittel. Bei allem anderen sage ich ganz klar, dass Ihre Genesung ausgebremst wird. Sie machen es also so, wie es Ihnen gefällt. Doch dann müssen Sie auch suboptimale Ergebnisse in Kauf nehmen.
  • Auch eine optimale Schonkost bedeutet leider nicht, dass Sie keine Nahrungsergänzung mehr brauchen (siehe hier).

Intoleranzen von Lebensmitteln:

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Viele Patienten gehen davon aus, dass sie Lebensmittel, die ihnen einst Beschwerden bereitet haben, bereits dann wieder verzehren können, wenn diese scheinbar wieder vertragen werden. Zwar ist eine Abnahme an Reaktion auf bestimmte Lebensmittel ein sehr positives Zeichen, welches eine Verbesserung des Gesundheitszustandes indiziert. Gleichzeitig bauen sich Intoleranzen nach einer Weile wieder auf, sollte der Patient den Stoffwechsel noch nicht wieder vollständig in der Balance haben. Außerdem wirken die nicht tolerierten Substanzen als Stressor des Gesamtsystems, auch wenn keine offensichtlichen Verdauungsbeschwerden mehr bestehen sollten und hindern so die Nebennieren an der Genesung.

Damit gilt konkret bis zu Ihrer Genesung:

  • Verzichten Sie auf Toxine wie Alkohol, Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke (max 1 Tasse pro Tag) sowie auf Softdrinks. Trinken Sie Wasser aus Glasflaschen oder gefiltert.
  • Kaufen Sie Bio
  • Verzichten Sie auf raffinierten und unraffinierten Zucker
  • Reduzieren Sie Ihre Kohlenhydrate. Essen Sie maximal 5 gehäufte Esslöffel Kohlenhydrate pro Mahlzeit. Am Anfang Ihrer Behandlung sollten es morgens 1 Golfballgröße, mittags 2 Golfballgrößen, abends 3 Golfballgrößen sein. Individuelle Ausnahmen vorbehalten.
  • Verzichten Sie auf Gluten
  • In vielen Fällen sollte auch auf Eier verzichtet werden
  • Verzichten Sie auf Milch und Milchprodukte (in manchen Fällen sind Milchprodukte von Schaf und Ziege gelegentlich in Ordnung)
  • Essen Sie genügend Eiweiß, 25-30 Gramm an den 3 großen Mahlzeiten
  • Essen Sie regelmäßig und verzichten Sie auf keine Mahlzeit

Mehr Informationen zu Ernährung und Hormonen finden Sie hier.

Lesen Sie hier, warum die Energieproduktion auf Zellebene nicht stattfinden kann, wenn die Ernährung nicht stimmt.

Bedenken Sie, dass meine Empfehlungen auf langjähriger Erfahrung beruhen. Ich möchte Sie mit diesen Empfehlungen nicht „bestrafen“. Ich habe die Funktionsweise unseres Körpers nicht erfunden. Ich kann sie nicht verändern, nur verstehen.

Quelle Titelbild: Maxxl2 – Eigenes Werk, Technische Regeln für Arbeitsstätten – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung – Quelle : ASR-A1-3.pdf, Wikipedia